Ja, von sehr weit her kommen die Schergen von Chthonic, nämlich aus Taiwan. In Japan haben sie schon absoluten Kult-Status erreicht, hierzulande hingegen kennt sie wohl kaum einer. Vielleicht ändert sich dies mit dem aktuellen Release „Seediq Bale“.Dass Asiaten und gerade Japaner einen Faible für Kitsch haben, ist wohl kaum von der Hand zu weisen. Man schaue sich nur mal Mangas und japanische Videospiele á la "Final Fantasy" an.
Mangas? Videospiele? Hier geht es doch um Metal. Richtig!
Aber der Sound passt perfekt in die Thematik, denn der Kitsch fliesst nur so aus den Boxen, wenn man den Klängen von Chthonic lauscht. Hier regiert das Keyboard mit aller Macht. Parallelen zu den mittleren Dimmu Borgir-Alben kann man deutlich erkennen. Leider ist dieser Synthie-Black Metal für mich persönlich ein rotes Tuch und ich finde diesen Kram einfach nur fies. Es klingt weichgespült und hat meiner Meinung so viel mit Black Metal zu tun wie Roy Black. Dennoch versuche ich mal objektiv zu bleiben.
Die Melodien sind nicht übel und auch der gekeifte Gesang kommt kraftvoll rüber. Einige orientalische Instrumente fanden ebenfalls Verwendung, kommen aber kaum zu tragen.
Na ja, immerhin sind die spärlich eingesetzten weiblichen Vocals ebenfalls okay und nerven nicht. Woran es aber deutlich hapert, ist der Abwechslungsreichtum. Kaum ein Song ist hängen geblieben und sticht heraus... Via: www.the-pit.de
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